Kirschessigfliege im Weinbau 2016

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Nach Kalamitäten im Obstbau ist die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) nun auch im Weinbau angekommen. Befallen werden vorwiegend frühreife rotfärbende Sorten ab ca. 55 Oe.

Deshalb Kulturmaßnahmen durchführen - Trockene Bedingungen schaffen:

  • Freistellen der Trauben/Mikroklima/Belichtung
  • Begrünung flach mulchen

Chemische Bekämpfung: Nicht zu spät behandeln. Einsatz bei beginnendem Befall, spätestens nach erster Eiablage, Monitoring und Warndienste der amtlichen Beratung beachten.

Spintor:

  • Langfristig im Weinbau gegen KEF zugelassen, 2 x 160 ml/ha, Abstand 7 Tage, Wartezeit 14 Tage
  • Komplette Laubwand benetzen, um möglichst alle Fliegen zu treffen
  • Für Biobetriebe zugelassen (nach EU-Öko-Verordnung), Raubmilbenschonend, B1 beachten!
  • Netzmittel werden allenfalls bei bevorstehenden Regenereignissen empfohlen, Versuche laufen

Vorteil/Wirkungsweise:

    • Kontaktwirkung beim Besprühen und durch Begehen von Blättern und Früchten
    • Fraßwirkung durch Putzverhalten und Nahrungsaufnahme (Pollen/Hefen)
    • Zusatzwirkung auf Eier und Larven
    • Somit sichere/mehrfache Wirkungsweise
    • Problemlos mischbar (z.B. Systhane 20 EW) zur Abschlussbehandlung
    • Vom amtlichen Dienst als Standardprodukt empfohlen
    • Ohrwürmer werden miterfasst - zugelassene Anwendung Ohrwurm bis EC 81 (Reifebeginn)
      • Auch im Obstbau zugelassen und langjährig bewährt                       
                     




                SpinTor: Basisaufwand 40 ml/ha bzw. 0,01% = 160 ml/ha

                 

                Maximale Anzahl der Anwendungen in der Kultur: 4; Wartezeit: 14 Tage.