Unkrautmanagement im Grünland als Basis hoher Grundfutterqualität

Der wirtschaftliche Erfolg von Grünlandbetrieben hängt im Wesentlichen von der Leistung ab, die aus dem Grundfutter erzielt wird. Richtiges Grünlandmanagement, also eine Kombination mehrer Faktoren wie Unkrautbekämpfung, Nachsaat, Düngung oder Nutzungshäufigkeit ist dabei Voraussetzung zur Sicherung einer guten Grundfutterqualität.

Auch die Unkrautbekämpfung im Grünland muß dabei als eine Kombination von Maßnahmen gesehen werden. So reicht eine alleinige Pflanzenschutzmaßnahme häufig nicht aus, da durch das Absterben der Unkräuter Lücken entstehen, in denen wieder Unkräuter auflaufen. Eine Nachsaat ist sinnvoll, um einen geschlossenen Bestand zu schaffen. Auch in Neuansaaten kann eine Unkrautbekämpfung notwendig sein, um eine geschlossene Grasnarbe zu erhalten. Unkräuter verdrängen wertvolle Gräser, Lücken entstehen.

Unkräuter im Grünland verursachen Mindererträge durch die Verdrängung wertvoller Gräser. Sie verringern den Futterwert erheblich und können die Futteraufnahme reduzieren oder wie bei giftigen Pflanzen die Gesundheit der Tiere beeinträchtigen.

Wichtige Unkräuter im Grünland:
Ampfer: Bedeutendster Platzräuber im Grünland. Besitzt hohes Samenpotential und einen kräftigen, ausdauernden Wurzelstock Ampfer Brennnessel: Besitzt keinen Futterwert und wird von Tieren gemieden Brennnessel
Distel: Ausdauerndes Wurzelunkraut mit hohem Samenpotential und ohne Futterwert Distel Bärenklau: Pflanze mit ausgeprägtem Blattapparat und dadurch hoher Konkurrenzkraft gegenüber Futtergräsern Bärenklau
Löwenzahn: Hat zwar einen deutlich höheren
Futterwert als z. B. Ampfer, führt allerdings bei zu starkem Auftreten durch hohe Bröckelverluste bei der Konservierung zu erheblichen Ertragseinbußen
Löwenzahn Hahnenfuß: Giftpflanze wegen seines Inhaltsstoffes Protoanemonin Hahnenfuß