Systhane 20 EW ist ein flüssiges Fungizid zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten im Obst-, Hopfen - und Weinbau sowie an Zierpflanzen.
Systhane 20 EW auf einen Blick
Breites Wirkungsspektrum
Zuverlässige Wirkung auf viele Arten des Echten Mehltaus
In vielen Kulturen zugelassen
Sehr hohe Regenfestigkeit
Hervorragende Tankmischungsverträglichkeit
Wirkstoff, Wirkungsweise
Wirkstoff
200 g/l Myclobutanil
Wirkungsweise
Systhane 20 EW ist ein organisches, teilsystemisch wirkendes Fungizid aus der Wirkstoffgruppe der Triazole mit vorbeugender (protektiver) und heilender (kurativer) Wirkung gegen Schorf an Kernobst, Echten Mehltau an Apfel, Monilinia-Spitzendürre an Sauer- und Süßkirsche und Echten Mehltau an Erdbeeren im Freiland sowie gegen Echten Mehltau an Hopfen und Weinreben und Weißen Chrysanthemenrost.
Systhane 20 EW kann im Spritz- und Sprühverfahren ausgebracht werden und schützt die Pflanze nach Aufnahme in das Blatt (ca. 1 Stunde) gegen vorhandene und beginnende Neuinfektionen. Systhane 20 EW besitzt eine hohe Wirkungssicherheit durch seine hervorragende kurative und gute protektive Wirkungsweise.
Wirkungsspektrum, Aufwandmenge
Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsgebiete:
Schadorganismus/Zweckbestimmung
Pflanzen/-erzeugnisse/Objekte
Schorf
Kernobst
Echter Mehltau
Apfel
Monilinia laxa
Sauerkirsche, Süßkirsche
Echter Mehltau
Erbeere
Echter Mehltau(Sphaerotheca macularis)
Hopfen
Echter Mehltau (Unicinula necator)
Weinrebe
Von der Zulassungsbehörde genehmigte Anwendungsgebiete:
Schadorganismus/Zweckbestimmung
Pflanzen/-erzeugnisse/Objekte
Weißer Rost (Puccinia horiana)
Chrysanthemen (Denthranthema x grandiflorum)
Pilzliche Blattfleckenerreger
Zierpflanzen
Rostpilze
Zierpflanzen; ausgenommen: Dendranthema x grandiflorum (Chrysanthemum-indicum-Hybriden)
Fleischfleckenkrankheit (Polystigma rubrum)
Pflaume
Monilinia laxa, Monilinia fructigena
Pflaume
Pflaumenrost (Tranzschelia prunispinosae)
Pflaume
Schrotschusskrankheit
Pflaume
Blattbräune
Sauerkirsche, Süßkirsche
Kirschenschorf (Venturia cerasi)
Sauerkirsche, Süßkirsche
Schrotschusskrankheit
Sauerkirsche, Süßkirsche
Sprühfleckenkrankheit
Sauerkirsche, Süßkirsche
Obstbau
Aufwandmenge
Anwendung
Anwendungshinweise
Schorf/Kernobst: 0,125 l/ha und je 1 m Kronenhöhe
Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis bzw. nach Schorfwarngerät. Erste Behandlung ab Austrieb. Vorblütebehandlungen alle 7 - 10 Tage, Nachblütebehandlungen alle 10 - 14 Tage.
Es hat sich bewährt, grundsätzlich die 1/2 Aufwandmenge eines Kontaktfungizids (z. B. Dithane NeoTec) dem Systhane 20 EW zuzusetzen.
Bei Schorf wurden Wirkungsminderungen gegenüber der Wirkstoffgruppe der Ergosterolbiosynthesehemmer regional nachgewiesen.
Bei wiederholten Anwendungen des Mittels oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe können Wirkungsminderungen eintreten oder eingetreten sein. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, Systhane 20 EW im Wechsel mit Mitteln aus anderen Wirkstoffgruppen verwenden.
Maximal 12 Anwendungen
Echter Mehltau/Apfel: 0,125 l/ha und je 1 m Kronenhöhe
Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome. Bei wiederholten Anwendungen des Mittels oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe können Wirkungsminderungen eintreten oder eingetreten sein. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel mit Mitteln aus anderen Wirkstoffgruppen verwenden.
Maximal 12 Anwendungen
Verträglichkeit
Kernobst, Apfel
Systhane 20 EW war in allen geprüften Sorten verträglich und verhielt sich sehr berostungsneutral. Bei Apfelsorten aus der 'Golden Delicious'-Gruppe ist Berostung in Ausnahmefällen möglich. Hier sollte Systhane 20 EW zwischen der Blüte und dem Stadium Walnussgröße der Früchte nicht angewendet werden.
Aufwandmenge
Anwendung
Anwendungshinweise
Monilinia Spitzendürre/Kirschen: 0,225 l/ha und je 1 m Kronenhöhe
Ab Blühbeginn, Mitte der Blüte und Ende der Blüte. Bei wiederholten Anwendungen des Mittels oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe können Wirkungsminderungen eintreten oder eingetreten sein. Um Resistenzbildungen vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel mit Mitteln aus anderen Wirkstoffgruppen verwenden.
Maximal 3 Anwendungen
Blattbräune/Sauer- und Süßkirsche: 0,225 l/ha und je 1 m Kronenhöhe
Bei Befallsbeginn bzw. Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Maximal 3 Anwendungen
Kirschenschorf/Sauer- und Süßkirsche: 0,225 l/ha und je 1 m Kronenhöhe
Bei Befallsbeginn bzw. Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Maximal 3 Anwendungen
Schrotschusskrankheit/Sauer- und Süßkirsche: 0,225 l/ha und je 1 m Kronenhöhe
Bei Befallsbeginn bzw. Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Maximal 3 Anwendungen
Sprühfleckenkrankheit/Sauer- und Süßkirsche: 0,225 l/ha und je 1 m Kronenhöhe
Bei Befallsbeginn bzw. Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Maximal 3 Anwendungen
Pflaumenrost: 0,225 l/ha und je 1 m Kronenhöhe
Bei Befallsbeginn bzw. Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Maximal 2 Behandlungen in dieser Anwendung, maximal 5 Behandlungen für die Kultur bzw. je Jahr. Zeitlicher Abstand zwischen den einzelnen Behandlungen: 10 bis 14 Tage.
Monilinia laxa und Monilinia fructigena/Pflaume: 0,225 l/ha und je 1 m Kronenhöhe
Ab Blühbeginn, Mitte der Blüte und Ende der Blüte.
Maximal 3 Behandlungen in dieser Anwendung, maximal 5 Behandlungen für die Kultur bzw. je Jahr. Zeitlicher Abstand zwischen den einzelnen Behandlungen: 10 bis 14 Tage.
Schrotschusskrankheit/Pflaume: 0,225 l/ha und je 1 m Kronenhöhe
Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Maximal 2 Behandlungen in dieser Anwendung, maximal 5 Behandlungen für die Kultur bzw. je Jahr. Zeitlicher Abstand zwischen den einzelnen Behandlungen: 10 bis 14 Tage.
Fleischfleckenkrankheit (Polystigma rubrum)/Pflaume: 0,225 l/ha und je 1 m Kronenhöhe
Ab Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Maximal 2 Behandlungen in dieser Anwendung, maximal 5 Behandlungen für die Kultur bzw. je Jahr. Zeitlicher Abstand zwischen den einzelnen Behandlungen: 10 bis 14 Tage.
Kennzeichnungsauflage
Für die genehmigten Anwendungsgebiete Pflaumenrost, Monilinia laxa, Monilinia fructigena, Schrotschusskrankheit und Fleischfleckenkrankheit an Pflaume gilt folgende Kennzeichnungsauflage:
Anwendung nur, wenn eine Genehmigung nach § 37 des Gesetzes über den Verkehr mit Lebensmitteln, Tabakerzeugnissen, kosmetischen Mitteln und sonstigen Bedarfsgegenständen, in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. September 1997 (BGBI. I S. 2296) zuletzt geändert durch das Gesetz vom 20. Juli 2000 (BGBI. I S. 1045), vorliegt und nur durch die Person(en), die in dieser Genehmigung namentlich genannt ist/sind.
Hinweis Für alle genehmigten Anwendungsgebiete gilt folgender Hinweis: In Abhängigkeit von Kultur, Sorte, Anbauverfahren und spezifischen Umweltbedingungen können Schäden an der zu behandelnden Kultur nicht ausgeschlossen werden. Die Pflanzenverträglichkeit sollte daher unter den betriebsspezifischen Bedingungen geprüft werden.
Aufwandmenge
Echter Mehltau/Erdbeeren: 0.5 l/ha Anwendung
Anwendungshinweise Bei Befallsbeginn bzw. Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Maximal 6 Anwendungen
Verträglichkeit
Kirschen, Erdbeeren In den geprüften Sorten wurden keine Unverträglichkeiten beobachtet.
Die Wassermenge richtet sich bei Kernobst und Kirschen nach Höhe und Blattmasse der zu behandelnden Kultur und sollte 500 l/ha je Meter Kronenhöhe betragen. Normalaufwand: 1500 l/ha.
Bei Erdbeeren sollte der Wasseraufwand bei 2000 l/ha liegen.
Wartezeit
Kernobst
Wartezeit Kernobst 14 Tage
Pflaume
7 Tage
Sauer-/Süßkirsche
21 Tage (für die genehmigten Anwendungen)
Erdbeeren
14 Tage
Kirschen: Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z.B. Ernte) verbleibt, bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich (F). Diese Wartezeit gilt für die festgesetzte Anwendung.
Hopfenbau
Aufwandmenge
Echter Mehltau/Hopfen:
0,03 % = 30 ml/100 l Wasser
in 1000 bis 5000 l Wasser
Anwendung Anwendungshinweise Dies entspricht folgenden Aufwandmengen zu den verschiedenen
Entwicklungsstadien:
– bis BBCH 37
0,41 l/ha (bei 1350 l/ha Wasseraufwandmenge)
– bis BBCH 55
0,6 l/ha (bei 2000 l/ha Wasseraufwandmenge)
– über BBCH 55
0,9–1,5 l/ha (bei 3000 bis 5000 l/ha Wasseraufwandmenge)
Angaben gelten für das Spritzverfahren; beim Sprühen bei gleichem Mittelaufwand den Wasseraufwand reduzieren.
Bei Befallsbeginn bzw. Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Spritzabstände entsprechend dem Vegetationsverlauf 10 – 14 Tage.
Maximal 4 Anwendungen
Verträglichkeit
Hopfen Systhane 20 EW war in allen geprüften Sorten voll verträglich.
Wartezeit
Hopfen 14 Tage
Weinbau
Aufwandmenge
Echter Mehltau/Weinreben: 0,015 % = 15 ml bei 100 l Wasser Anwendung
Anwendungshinweise Dies entspricht folgenden Aufwandmengen zu den einzelnen
Entwicklungsstadien:
- Basisaufwand zum Austrieb: 0,06 l/ha
(bei 400 l/ha Wasseraufwandmenge)
- bis Stadium "letzte Vorblüte" BBCH 61: 0,12 l/ha
(bei 800 l/ha Wasseraufwandmenge)
- bis Stadium "Fruchtansatz" BBCH 71: 0,18 l/ha
(bei 1200 l/ha Wasseraufwandmenge
- ab Stadium "Erbsengröße" BBCH 75: 0,24 l/ha
(bei 1600 l/ha Wasseraufwandmenge)
In Steillagen jeweils bis zu 25 % höherer Mittelaufwand.
Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis.
Maximal 8 Anwendungen
Verträglichkeit
Weinreben
Systhane 20 EW war in allen geprüften Sorten voll verträglich. Wartezeit
Weinreben
Zierpflanzen
Aufwandmenge
Weißer Chrysanthemenrost:
0,45 l/ha bis 50 cm, 0,6 l/ha bei 50 bis
125 cm Pflanzengröße
Anwendung
Anwendungshinweise Bei Befallsbeginn bzw. Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Bei Chrysanthemen sollte der Wasseraufwand bei 2000 l/ha liegen.
Maximal 4 Anwendungen
Pilzliche Blattfleckenerreger/
Zierpflanzen:
Pflanzengröße bis 50 cm: 0,3 l/ha,
Pflanzengröße 50 bis 125 cm:
0,6 l/ha
Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Maximal 3 Anwendungen
Rostpilze/
Zierpflanzen:
Pflanzengröße bis 50 cm: 0,3 l/ha,
Pflanzengröße 50 bis 125 cm:
0,6 l/ha
Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome.
Maximal 3 Anwendungen
Wartezeit
Chrysanthemen Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung (N).
Zierpflanzen Die Festsetzung einer Wartezeit ist ohne Bedeutung (N).
Mischbarkeit Systhane 20 EW ist mit Dithane NeoTec, Vento und Mimic mischbar.
Mischungen von Systhane 20 EW mit anderen Pflanzenschutzmitteln
sind unter den örtlichen Bedingungen auszuprüfen.